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Schule der Provinz
Zum zehnten Mal findet heuer in Zendorf bei Hannes und Christa Gstöttenmayr die „Schule der Provinz“ statt. Bei alldem, was das moderne Leben an Abwechslung, Ablenkung und Sensationen bietet, suchen manche Menschen das Nahe, Innere, Eigene, das in ihrem Leben oft zu kurz kommt. Sie wollen nicht nur konsumieren, sie wollen zu sich selber kommen, tätig sein ohne äußere Zwänge, die Natur erleben und beobachten, das erlebte ausdrücken in Zeichnung und Malerei. Jeder lässt sich dabei von der eigenen Empfindung und von der eigenen Vorstellung leiten. Das Entstandene wird gemeinsam betrachtet, auf seine Essenz und seine Entwicklungsmöglichkeiten hin untersucht-subjektiv und ohne dem Vorgefassten zu viel Raum zu geben. Die Teilnehmer aus diesen Kursen gehören den verschiedensten Altersstufen und Berufen an, sie ziehen Gewinn aus dem Austausch ihrer Erfahrungen, aus der Begegnung miteinander und mit sich selber. Alle paar Jahre zeigen sie den Niederschlag, den ihre Bemühungen in Zeichnung und Malerei finden, in einer gemeinsamen Ausstellung. Die Ergebnisse sind je nach Veranlagung schlicht oder phantasievoll, grüblerisch oder voller Leichtigkeit, immer aber intensiv und ehrlich. Die Schule der Provinz versteht sich als Anregung zum Sehen und Erleben und zur bildnerischen Auseinandersetzung damit. Sie stützt sich auf Erfahrungen, aber auf keine Doktrin. Daher ist das, was sie zutage fördert, vielseitig und lebendig.
Eric Ess (Text zur Ausstellung, Juli 2007)
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